Notiere Erfolge, wiederkehrende Komplimente, Tätigkeiten, die dich tragen, und Situationen, die Energie ziehen. Diese Inventur wird zu deinem Kompass für Positionierung und Grenzen. Sabine, 52, entdeckte so, dass nicht UX-Methoden, sondern ihr ruhiger Moderationsstil für Vorstände ihr eigentliches Alleinstellungsmerkmal war – und baute ein Beratungsangebot rund um Entscheidungsruhe, statt bloßer Tools, wodurch Akquise plötzlich natürlicher und entspannter gelang.
Verwandle weiche Formulierungen in konkrete Ergebnisse, spürbare Entlastung und nachvollziehbare Schritte. Aus „lange Erfahrung im Vertrieb“ wird „strukturierter 90-Tage-Plan, der veraltete Leadsysteme ersetzt und messbare Abschlussquoten hebt“. Mehmet, 47, ehemaliger Handwerksmeister, definierte sein Trainingspaket mit Checklisten, Baustellen-Ritualen und Kurzvideos; dadurch wurden Preise transparent, Vergleichbarkeit sank, Vertrauen stieg – und die ersten Stammkund:innen kamen über präzise Empfehlungen statt vager Versprechen.
Formuliere einen verständlichen Wandel vom Angestelltenalltag hin zu selbstbestimmten Angeboten, ohne dich zu rechtfertigen. Teile ein prägnantes Vorher-Nachher, benenne das Warum, und zeige, wer heute davon profitiert. Anja, 55, verknüpfte Burnout-Erfahrung mit pragmatischem Prozessdesign für NGOs und positionierte sich als ruhige Implementiererin. Ihre Story öffnete Türen, weil Auftraggeber:innen eine glaubwürdige Mischung aus Empathie, Struktur und nachhaltigem Tempo spürten.
Wähle eine Engpass-Zielgruppe mit spürbarem Schmerz, formuliere klare, messbare Nutzenversprechen und halte ein konsistentes Vokabular in Profilen, Website und Angeboten. Statt modischer Schlagworte beschreibe alltägliche Situationen der Kund:innen. Zeige, was du weglässt, damit sichtbar wird, wofür du wirklich stehst. So wirst du nicht lauter, sondern deutlicher. Genau diese Deutlichkeit zieht passende Anfragen an und erspart zahllose unfruchtbare Gespräche, die nur höfliche Zeitfenster füllen.
Liste frühere Kolleg:innen, Kund:innen und Partner:innen auf, priorisiere zehn Kontakte, und melde dich mit einem nützlichen Impuls statt generischer Selbstvorstellung. Baue eine leichte Routine: wöchentliche Nachricht, monatlicher Kurzanruf, vierteljährliches Update. Teile Lernerkenntnisse, nicht nur Erfolge. Bitte gezielt um Empfehlungen, statt allgemein um „Weiterleitung“. So entsteht ein organisches, menschliches Netz, das dich trägt, wenn Algorithmen schwanken oder Anzeigenpausen eingelegt werden müssen.
Teile kurze Fallskizzen, Checklisten und Vorher-Nachher-Einblicke. Erkläre Entscheidungen, nenne Annahmen, zeige Grenzen. Einmal pro Woche ein nützliches Stück, einmal im Monat ein tieferer Leitfaden, zweimal im Jahr ein Schwerpunkt. Sammle wiederkehrende Fragen und beantworte sie öffentlich, damit Suchende landen und Absender:innen dich vorschlagen. Qualität schlägt Quantität, Konsequenz schlägt Perfektion. So bildet sich eine Bibliothek, die mit dir altert und verkauft, während du lieferst.





